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Bei professionellen Navigationssystemen kommt das Kartenmaterial von den Platzhirschen Navteq und Teleatlas und steht selbstverständlich nicht frei zur Verfügung. Auch mit simplen Kartenausschnitten von Stadtplänen hat schon mancher böse Erfahrungen machen müssen.

Deshalb braucht man frei verfügbares Kartenmaterial. Doch woher nehmen, wenn man nicht ein paar Tausend Euro für Lizenzen übrig hat? Selbst machen: Das Projekt “Open Street Map” (OSM) nutzt das Know how und die GPS-Geräte seiner Mitglieder und “baut” Stück für Stück eigene Karten. Dabei werden Straßen mehr oder weniger genau per GPS-Datalogger erfaßt und dann auf die Website übertragen und nachbearbeitet. Wo das passiert hängt von dem Engagement der Beteiligten ab. Dementsprechend sind die Regionen unterschiedlich gut erfaßt: In einigen Bereichen findet man nur die Hauptstraßen, in anderen sind sogar die Fußwege durch den Stadtpark erfaßt.

Kartenausschnitt aus Open Street Map.

Kartenausschnitt aus “Open Street Map”.

Zur Zeit sind etwa 100.000 Leute registriert, von denen etwa 10 Prozent aktiv sind. Zum Teil haben inzwischen sogar Unternehmen oder Behörden Daten bzw. Vorlagen “gespendet”. Weitere Informationen finden sich in den “Fragen & Antworten” (FAQ). Inzwischen gibt es auch ein Buch “OpenStreetMap“, das das Projekt vorstellt und das “Mitmachen” erläutert.

[Update]

Fast vergessen: Großer Bericht “Open Street Map — Geodaten sind ein gutes Geschäft” in Die Zeit, ein Interview mit Sven Anders (Software-Entwickler aus Hamburg). Weiterer Pluspunkt sind Spezialkarten für alle möglichen Zwecke:

(…) Die Anzahl der Spezialkarten wird wachsen: Es gibt jetzt schon die OpenPisteMap für Skifahrer, die OpenCycleMap für Radfahrer oder eine Karte, die den öffentlichen Nahverkehr verzeichnet. Routing-Services sind auch interessant. Mit dem OpenRouteService kann man Wege von Hamburg nach Rom berechnen – nicht nur für Autofahrer, auch für Fußgänger oder Radfahrer. (…) (Quelle: a. a. O.)